| Rubrik: Software | Autor: F. Hasselberg

Kiosk-Modus für Android-Geräte - so geht's!

Apple hat auf seinen mobilen Geräten den geführten Zugriff, um Nutzern die Möglichkeit zu bieten, mit iPhone oder iPad im öffentlichen Raum Content zu präsentieren. Seit der Android-Version Lollipop gibt es eine ähnliche Einstellungsmöglichkeit jetzt auch bei Android-Geräten. Fenster anheften heißt die Funktion bei Googles Betriebssystem und ist in den Sicherheitseinstellungen zu finden.

Wie genau Sie den Kiosk-Modus bei Android-Geräten nutzen, und welche Probleme es dabei leider noch gibt, haben wir in unserem Blog zusammengefasst.


Aktivieren der Funktion „Fenster anheften“

Damit Sie das Android-Gerät in den Kiosk-Modus setzen können, muss die Funktion, ähnlich wie auch bei Apple, zunächst in den Einstellungen aktiviert werden. Dazu öffnen Sie die Einstellungen und navigieren unter dem Menüpunkt „Gerätesicherheit“ ganz nach unten zum Menüpunkt „Andere Sicherheitseinstellungen“. Hier findet sich erneut relativ weit unten der Punkt „Fenster anheften“, der durch einfachen klick aktiviert werden kann. Ein Klick auf den Menüpunkt selbst öffnet die erweiterten Einstellungen, bzw. eine die genaue Erklärung zu der Funktion. Außerdem gibt es hier noch die Möglichkeit, das Lösen des angehefteten Fensters durch einen Pin zu blockieren.



Das Anheften einer App

Haben Sie die Funktion aktiviert, können Sie die App öffnen, die Sie anheften und präsentieren möchten. Sobald die App geöffnet ist können Sie das Symbol für „Aktuelle Anwendungen“ anklicken. Hier finden Sie nun unten rechts auf der geöffneten App die Pinnadel zum anheften des Fensters. Die App ist nun fixiert und bereit zur öffentlichen Präsentation. Während Sie ein Fenster angeheftet haben, blockiert das Betriebssystem Benachrichtigungen anderer Apps und auch das Telefonieren, sowie Nachrichten sind "möglicherweise nicht verfügbar".
Um das Fenster wieder zu lösen, klicken Sie zeitgleich das Symbol für „Aktuelle Anwendungen“ und die „Zurück-Taste“.




Der Nachteil der Funktion

Wer die Funktion nutzen möchte, um neue Apps oder Websites einem öffentlichen Puplikum zu präsentieren, beispielsweise auf einem Messestand oder als Umfrage-App in einem Museum, der wird schnell erkennen, dass die Funktion einen gravierenden Mangel hat. Zwar kann der Nutzer keine anderen Apps ohne den Pin öffnen, dennoch kann durch das Klicken der beiden Buttons das Fenster geschlossen werden. Will ein Nutzer das Fenster „abheften“, so wird dieses nicht durch den Pin blockiert, sondern das Gerät springt auf den gesperrten Startbildschirm und hier benötigt es dann wieder den Administrator um die App erneut im angehefteten Modus zu starten.
Umgehen lässt sich das Problem nur durch überdecken des Buttons für "Aktive Anwendungen", was mit einem passenden Case oder Ständer machbar ist.